Kann Die Linke die AfD blockieren, ohne die CDU zu hofieren?
Macht durchaus Sinn. Umsichtig und akribisch. Mir scheint das allerdings alles zu kompliziert, um im Entferntesten effektiv vermittelbar und zu sein.
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Kann Die Linke die AfD blockieren, ohne die CDU zu hofieren?
Macht durchaus Sinn. Umsichtig und akribisch. Mir scheint das allerdings alles zu kompliziert, um im Entferntesten effektiv vermittelbar und zu sein.
Es ist immer wieder erstaunlich wie manche Menschen berechtigte Kritik an einer Sache äußern (bspw. das Sparen am Gesundheitssystem und Profitinteressen von Pharmakonzernen) und nicht merken, dass sie latente Kapitalismuskritik äußern. Am Ende wird der Kapitalismus dann doch verteidigt, wenn man darauf aufmerksam macht, dass der Laden halt so läuft und warum er so läuft.
Kann Die Linke die AfD blockieren, ohne die CDU zu hofieren?
Niemand hat um KI gebeten
Ich hoffe hier auf spannende Diskussionen, was gegen Spekulation und und für einen sinnvollen Umbau unserer Gesellschaft in eine internationale solidarische Orientierung geschehen kann ...
Willkommen! ❤️🔥
Ich hab meinen take zum BSW zu einem Kommentar ausgebaut ✨
Die Brandmauer ist gescheitert – das BSW aber auch
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Bei Kelvion gehen die Klassenkämpfe im Osten in die nächste Runde
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Trumps Basis bröckelt
Ein CDU-Bürgermeister aus Sachsen-Anhalt ruft dazu auf, am 6. September AfD zu wählen, wünscht ihr die absolute Mehrheit und spendet ihr 10.000 Euro. Wenn das kein Anzeichen dafür ist, dass die Landtagswahl die Union zerschießen könnte, dann weiß ich auch nicht.
@thomaszimmermann Wow!
Ein CDU-Bürgermeister aus Sachsen-Anhalt ruft dazu auf, am 6. September AfD zu wählen, wünscht ihr die absolute Mehrheit und spendet ihr 10.000 Euro. Wenn das kein Anzeichen dafür ist, dass die Landtagswahl die Union zerschießen könnte, dann weiß ich auch nicht.
Klare Haltelinien zu kommunizieren – und diese in Verhandlungen notfalls auch einzuhalten – ist vor allem GERADE sinnvoll, wenn man unbedingt Regieren möchte. Wer die Ernsthaftigkeit seiner Haltelinien demonstriert, hat in zukünftigen Koalitionsverhandlungen viel mehr Leverage.
Umgekehrt wäre es für zukünftige Verhandlungen und Wahlkämpfe natürlich vollkommen fatal, diese roten Linien erst zu formulieren und dann nicht einzuhalten. Das Worst-Case-Szenario wäre ein links-geführtes Berlin ohne die Enteignung der Wohnungskonzerne.
Stattdessen wird es aber oft so dargestellt, als wenn alle Befürworter von Haltelinien diese ja nur vorschieben würden, um eine Regierungsbeteiligung in Berlin prinzipiell zu verhinden. Not true at all.
Klare Haltelinien zu kommunizieren – und diese in Verhandlungen notfalls auch einzuhalten – ist vor allem GERADE sinnvoll, wenn man unbedingt Regieren möchte. Wer die Ernsthaftigkeit seiner Haltelinien demonstriert, hat in zukünftigen Koalitionsverhandlungen viel mehr Leverage.
Umgekehrt wäre es für zukünftige Verhandlungen und Wahlkämpfe natürlich vollkommen fatal, diese roten Linien erst zu formulieren und dann nicht einzuhalten. Das Worst-Case-Szenario wäre ein links-geführtes Berlin ohne die Enteignung der Wohnungskonzerne.
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@Xenophanes Als Marxist kann ich deine Trennung zwischen "Unternehmer" und "Anleger" nicht so ganz nachvollziehen. Beide beuten Lohnabhängige aus, indem sie sich die Arbeit anderer aneignen. Der Unterschied besteht nur darin, dass der eine sich die Mehrarbeit als Mehrwert als Unternehmergewinn einstreichen, der andere als Zins oder Dividende. Es ist ja keine moralische Frage, wie man zu Unternehmern oder Anlegern steht. Linke lehnen Unternehmer wie Anleger als Charaktermasken ab und nicht als Individuen, weil sie als mit "Willen und Bewusstsein begabtes Kapital", als "Charaktermasken" des Kapitals fungieren. Marx schrieb das im Vorwort zum Kapital auch selbst so. Die Kapitalist*innen sind "die Personifikation ökonomischer Kategorien [.] Träger von bestimmten Klassenverhältnissen und Interessen", und er sagt dazu "Weniger als jeder andere kann mein Standpunkt […] den einzelnen verantwortlich machen für Verhältnisse, deren Geschöpf er sozial bleibt, so sehr er sich auch subjektiv über sie erheben mag." (MEW 23, S. 16)
Privat können das trotzdem super Menschen sein, die versuchen im Rahmen der falschen Verhältnisse richtig zu handeln oder eben auch richtige Schweine. Das bleibt individuell zu beurteilen. Erst da greift sinnvollerweise ein moralisches Urteil, nicht schon bei der Funktion im Kapitalismus.
@Xenophanes damn, es braucht hier ne Korrekturfunktion. Meinte natürlich Mehrwert und Mehrarbeit ertc.pp.
@Xenophanes Als Marxist kann ich deine Trennung zwischen "Unternehmer" und "Anleger" nicht so ganz nachvollziehen. Beide beuten Lohnabhängige aus, indem sie sich die Arbeit anderer aneignen. Der Unterschied besteht nur darin, dass der eine sich die Mehrarbeit als Mehrwert als Unternehmergewinn einstreichen, der andere als Zins oder Dividende. Es ist ja keine moralische Frage, wie man zu Unternehmern oder Anlegern steht. Linke lehnen Unternehmer wie Anleger als Charaktermasken ab und nicht als Individuen, weil sie als mit "Willen und Bewusstsein begabtes Kapital", als "Charaktermasken" des Kapitals fungieren. Marx schrieb das im Vorwort zum Kapital auch selbst so. Die Kapitalist*innen sind "die Personifikation ökonomischer Kategorien [.] Träger von bestimmten Klassenverhältnissen und Interessen", und er sagt dazu "Weniger als jeder andere kann mein Standpunkt […] den einzelnen verantwortlich machen für Verhältnisse, deren Geschöpf er sozial bleibt, so sehr er sich auch subjektiv über sie erheben mag." (MEW 23, S. 16)
Privat können das trotzdem super Menschen sein, die versuchen im Rahmen der falschen Verhältnisse richtig zu handeln oder eben auch richtige Schweine. Das bleibt individuell zu beurteilen. Erst da greift sinnvollerweise ein moralisches Urteil, nicht schon bei der Funktion im Kapitalismus.
Super interessantes Format!
@ant @magdalenaberger_18 dankeschön! ich fand auch, dass es extrem ergiebig war. also es werden sehr viele informationen in sehr kurzer zeit transportiert.