Ich arbeite gerade an unserem Jacobin-Wandkalender, den wir jedes Jahr gestalten. Da gibt es jeden Monat ein Kurzporträt einer sozialistischen Person mit einem tollen Zitat dazu. Ich brauche ein bisschen eure Hilfe dabei, welche Quote ich auswählen soll. Wie findet ihr zum Beispiel die beiden Zitate von Helen Keller?
I work at jacobin and write about politics ❤️🔥🕊️
Anwar Shaikh war der bedeutendste Ökonom seit Karl Marx
@joshua
Wie man sich mit einer so guten Verhandlungsposition dermaßen von SPD und Grünen am Nasenring durch die Manege führen lässt (die sich in einer Koalition mit der CDU selbst erledigen würden), ist mir ein Rätsel und lässt nichts Gutes für die eigentlichen Koalitionsverhandlungen ahnen. Aber man hätte es nach den letzten katastrophalen Regierungsbeteiligung der Berliner Linken wissen müssen, dass hier "Hauptsache Regieren" selbst wichtiger ist als alles andere. Dieser Landesverband war schon immer furchtbar und eher eine weitere, überflüssige SPD Filiale als eine linke oder gar sozialistische Partei
@GrafZahl Ja, komplett. Find' so absurd, dass auch Kenia ja gar keine rechnerische Option mehr ist, seitdem die Grüne Jugend sich dem verweigert hat (Jacobin hatte dazu ein Inteview mit Elina Schumacher) – und das wissen in Berlin auch alle! RRG ist für Grüne und SPD genauso alternativlos, wenn sie keine Minderheitsregierung oder Neuwahlen wollen.
Aber trotz dieser einmaligen Verhandlungsposition ist die Parteispitze nicht imstande, auch nur eine EINZIGE eigene Kernforderung in den Vorsondierungen druchzubringen. Stattdessen hat man jetzt viel Verhandlungsmasse schon ohne Gegenleistung weggeben. Verstehe wirklich nicht, was die in den tagelangen Verhandlungen da überhaupt gemacht haben.
Aber wir sollten dranbleiben: Der Landesverband sah vor ein paar Jahren noch GÄNZLICH anders aus. Dass es überhaupt so großen innerparteilichen Wiederstand gibt, ist ein Novum und stimmt mich hoffnungsvoll. Ich glaube, damit hat die Führung nicht gerechnet.
Im ICE-Bordbistro neben mir mansplained ein älterer Herr seiner Frau den August Bebel gerade als »Jesus der Arbeiterklasse« hahah
Jetzt ist er bei den Kriegskrediten und dem Mord an Liebknecht angekommen, vielleicht sollte ich mich dazusetzen
Im ICE-Bordbistro neben mir mansplained ein älterer Herr seiner Frau den August Bebel gerade als »Jesus der Arbeiterklasse« hahah
Aus aktuellem Anlass möchte ich nochmal dringendst auf unser Interview mit Clara Bünger zum Verfassungsschutz hinweisen 🫡
Mit solchen Vorsondierungen kann Die Linke weder inhaltlich in Verhandlungen was rausholen, noch erhobenen Hauptes einen Exit durchziehen – einfach innerhalb von zwei Wochen aus dem größten historischen Sieg in eine Lose-Lose-Situation reinmanövriert.
For real, bin einfach nur noch fassungslos. Nachdem man diese ganze Linksextremismus und Brandmauer nach links Kampagne hatte, lässt Die Linke sich als allererstes darauf ein, den Verfassungsschutz besser zu finanzieren – unglaublich.
Mit solchen Vorsondierungen kann Die Linke weder inhaltlich in Verhandlungen was rausholen, noch erhobenen Hauptes einen Exit durchziehen – einfach innerhalb von zwei Wochen aus dem größten historischen Sieg in eine Lose-Lose-Situation reinmanövriert.
Erste Lese-Empfehlung aus der Praxis-Gruppe just dropped 🫡
Find's actually extrem beeindruckend, wie DWE es geschafft hat, sich aus der Unterschriften-Sammlung heraus in nur wenigen Jahren so tief in den Stadtteilen zu verankern – absolute Pflichtlektüre für alle, die sich für Organizing interessieren! ♥️
Erste Lese-Empfehlung aus der Praxis-Gruppe just dropped 🫡
Ohne Kiezteams keine Vergesellschaftung!
@dw_enteignen Und wenn ihr von »ziellosen« Phasen sprecht – wie ist diese Entwicklung abgelaufen hin zu der Organizing-Arbeit, die ihr jetzt auch abseits vom Kampf für die Umsetzung des Volksentscheids macht? Wie hat man es geschafft, die aktiven Leute »bei der Stange« zu halten, bzw. gab es dieses Problem jemals?
Hatte 2021 für meine BA viel mit Aktivist*innen von DWE gesprochen und bin danach erst vor anderthalb Jahren wieder nach Berlin und mit DWE in Kontakt gekommen – hab' definitiv das Gefühl, dass ihr euch in der Zeit stark gewandelt habt und mich daher auch persönlich oft gefragt, wie genau die neue politische Situation zu einem Wandel in der Orga geführt hat 👀
Ohne Kiezteams keine Vergesellschaftung!
Wir sind Aktive aus der Mieten- und Klimabewegung und kämpfen für die soziale Wärmewende. In ganz Deutschland organisieren wir uns in lokalen Initiativen. Wir wollen sinnvolle Sanierungen durchsetzen: ohne Mieterhöhungen, unter Mitbestimmung der Mieter*innen. Wir wehren uns gegen riesige Heizkosten-Abrechnungen, die Mieter*innen in Existenznot bringen und zeigen, dass wir eine Zukunft ohne Gas brauchen!
@soziale_waermewende Ich finde das Zusammenbringen der Mieten- und Klimabewegung auch ziemlich genial – aber macht es das in der Praxis denn einfacher oder schwieriger, neue Mieter zu organisieren?
Könnte mir vorstellen, dass viele Menschen den Kampf gegen die Klimakrise erstmal nicht mit ihrem eigenen (finanziellen) Interesse als Mieter in Verbindung bringen... 👀
Wir sind Aktive aus der Mieten- und Klimabewegung und kämpfen für die soziale Wärmewende. In ganz Deutschland organisieren wir uns in lokalen Initiativen. Wir wollen sinnvolle Sanierungen durchsetzen: ohne Mieterhöhungen, unter Mitbestimmung der Mieter*innen. Wir wehren uns gegen riesige Heizkosten-Abrechnungen, die Mieter*innen in Existenznot bringen und zeigen, dass wir eine Zukunft ohne Gas brauchen!
Die Neuköllner Linke hat mal wieder bewiesen dass man auch in einem traditionell konservativen Bezirk mit einem offensiven Wahlkampf der sich nicht der Springerpresse beugt linke Mehrheiten holen kann
Wenn Die Linke in Berlin am Ende des Abends wirklich 24% nach Hause nimmt, ist es ein wirklich stolzes und starkes Ergebnis — nothing to shake a finger at. Es zeigt auch, dass, drastisch anders als in Sachsen-Anhalt und MeckPomm, die Partei durchaus im populistischen Zeitalter punkten kann, wenn sie sich richtig verhält. Eigentlich müsste die Parteispitze nach diesem Wahlabend Tacheles sprechen und den Landesspitzen im Osten die Leviten lesen.
@joshua 👻
Wählen ist verkehrt, aber das Nichtwählen auch noch kein politischer Akt 🫡