Wenn Die Linke in Berlin am Ende des Abends wirklich 24% nach Hause nimmt, ist es ein wirklich stolzes und starkes Ergebnis — nothing to shake a finger at. Es zeigt auch, dass, drastisch anders als in Sachsen-Anhalt und MeckPomm, die Partei durchaus im populistischen Zeitalter punkten kann, wenn sie sich richtig verhält. Eigentlich müsste die Parteispitze nach diesem Wahlabend Tacheles sprechen und den Landesspitzen im Osten die Leviten lesen.
I work at jacobin and write about politics ❤️🔥🕊️
Wählen ist verkehrt, aber das Nichtwählen auch noch kein politischer Akt 🫡
Kleines Wimmelbild auf dem Weg ins Wahllokal, hehe
Ich finde wirklich unfassbar, wie groß der Unterschied in Sachen Charisma zwischen Siegmund und Hoppermann ist 😭
Ich glaube, ein großer Teil der Wähler wurde einfach zum ersten Mal mit einer professionellen Kampagne von einem nicht-cringen Politiker konfrontiert und ist von der AfD instantly geoneshotted worden.
Hoppermann sah in der Tagesschau gerade so aus, als wäre ihr ein Geist erschienen und hat kaum ein Wort rausbekommen – scheinbar absolut unvorbereitet für diesen Moment. What did she expect?
Ich finde wirklich unfassbar, wie groß der Unterschied in Sachen Charisma zwischen Siegmund und Hoppermann ist 😭
Ich glaube, ein großer Teil der Wähler wurde einfach zum ersten Mal mit einer professionellen Kampagne von einem nicht-cringen Politiker konfrontiert und ist von der AfD instantly geoneshotted worden.
jacobin.social ist das einzige soziale Netzwerk auf dem man Abdullah Öcalan @abdullahocalan persönlich folgen kann.
Klare Haltelinien zu kommunizieren – und diese in Verhandlungen notfalls auch einzuhalten – ist vor allem GERADE sinnvoll, wenn man unbedingt Regieren möchte. Wer die Ernsthaftigkeit seiner Haltelinien demonstriert, hat in zukünftigen Koalitionsverhandlungen viel mehr Leverage.
Umgekehrt wäre es für zukünftige Verhandlungen und Wahlkämpfe natürlich vollkommen fatal, diese roten Linien erst zu formulieren und dann nicht einzuhalten. Das Worst-Case-Szenario wäre ein links-geführtes Berlin ohne die Enteignung der Wohnungskonzerne.
Stattdessen wird es aber oft so dargestellt, als wenn alle Befürworter von Haltelinien diese ja nur vorschieben würden, um eine Regierungsbeteiligung in Berlin prinzipiell zu verhinden. Not true at all.
Klare Haltelinien zu kommunizieren – und diese in Verhandlungen notfalls auch einzuhalten – ist vor allem GERADE sinnvoll, wenn man unbedingt Regieren möchte. Wer die Ernsthaftigkeit seiner Haltelinien demonstriert, hat in zukünftigen Koalitionsverhandlungen viel mehr Leverage.
Umgekehrt wäre es für zukünftige Verhandlungen und Wahlkämpfe natürlich vollkommen fatal, diese roten Linien erst zu formulieren und dann nicht einzuhalten. Das Worst-Case-Szenario wäre ein links-geführtes Berlin ohne die Enteignung der Wohnungskonzerne.
Es ist entlarvend, dass die SPD sich angesichts ihrer miesen Wahlprognosen in Sachsen-Anhalt plötzlich doch offen für eine Absenkung der Fünf-Prozent-Hürde zeigt: »Eine Drei-Prozent-Hürde wäre immer noch ein wirksamer Schutz vor Zersplitterung«, sagte ihr Spitzenkandidat Armin Willingmann kürzlich dem Tagesspiegel.
SPD, Grüne und FDP müssen in Sachsen-Anhalt nun alle um ihren Einzug zittern, obwohl sie jahrelang selbst die Rechte von kleinen Parteien beschnitten haben: Die Ampelkoalition hat nicht nur eine Hürde für Europawahlen durchgewunken, sondern für die Bundesebene auch noch die Grundmandatsklausel abschaffen wollen. Dass man sich dadurch auch gleich noch der Linkspartei und ihren Stimmen hätte entledigen können, war garantiert nur ein rein zufälliger Nebeneffekt – alles im Namen der Demokratie, versteht sich.
Eine Zersplitterung des Parlaments zu verhindern, ist nämlich kein Selbstzweck. Der historische Rückgriff auf die Weimarer Republik geht immer mit der Warnung einher, dass antidemokratische Parteien durch eine Fragmentierung gestärkt werden könnten. Es ist eine doppelte Ironie der bundesdeutschen Geschichte, dass ausgerechnet die Fünf-Prozent-Hürde der AfD erstmals zur Macht verhelfen könnte – und dabei auch noch genau die Parteien bestraft würden, die vorher am lautesten nach Hürden gerufen haben.
Hier ein paar Einblicke in den Arbeitsprozess hinter der Coverillustration! Das ist mein zweites Jacobin Cover und es war wieder eine riesige Freude daran zu arbeiten. Die Grundidee kam vom Team: Rotkäppchen, die sich durch den "AFD Wald" kämpft. Alice Weidel, Björn Höcke und Ulrich Siegmund als unangenehme Bäume, Götz Kubitschek als Schlange, Elon Musk als Falke.
Auf den Bilder seht ihr die erste Skizze, die finale Zeichnung (handgezeichet mit Bleistift auf A3), die schwarz weiß Version und das volle finale Bild. All diese Details zu zeichnen hat großen Spaß gemacht, auch wenn Björn Höcke als Baum mich noch im Schlaf verfolgen wird. Hoffe es gefällt euch 😊
What do you mean der Niedergang der Sozialdemokratie hat einen eigenen Emoji 🥀
Alle drei R2G-Parteien und eine Mehrheit der Berliner befürworten die Vergesellschaftung, wenn Die Linke es aber wagt, damit ernst zu machen, reagiert man so. Und dann fragt man sich, warum so viele Leute „sich von der Demokratie verabschieden“. 🙄
Okay Leute, kommen wir zu den wichtigen Themen: Taugt das neue Pashanim-Album jetzt was oder nicht?
Die Linke in den USA ist erneut auf Erfolgskurs
@brankomarcetic Ich bin mindestens genauso hyped wie der nächste Bernie-pilled Jacobin-Leser und verfolge das Sunrise-Movement seit ihrer Gründung – aber dass Will Lawrence sich schon einen (!) Tag nach seiner gewonnen Vorwahl bei CNN öffentlich hinter Hakeem Jeffries stellt, verpasst meiner Euphorie einen ziemlichen Dämpfer.
Die Valedictorian aus meinem damaligen Uni-Jahrgang ist heute einfach „Senior Programme Manager" bei Helsing lol (she’s going to hell)
@joshua Richtig! Wenn Die Linke auf 20%+ kommt im September, wird ihre Wählerschaft erwarten, dass sie regiert. Punkt. Die Frage ist doch viel eher, mit welchen Zielen man in diese Regierung geht und ob man Personal hat, das erfahren und vor allem gestählert genug ist, um den Druck von der Mitte auszuhalten. Die "erfahrenen" in der Linken sind leider oft nicht in der Lage, den Druck auszuhalten, während diejenigen, die das Richtige wollen, lieber ihre Zeit verschwenden mit solchem Quatsch das niemanden ausserhalb einer kleinen Blase anspricht 🙄: klassegegenklasse.org/rebell...
Erster Cover-Sneak-Peek:
für spanische linke muss sich das ungefähr so anfühlen wie für mich, wenn leute aus dem ausland das rote wien loben. oder für linke in paris, wenn ihre klimafreundliche stadt gelobt wird
@magdalena Ich fühle mich bei diesem Seitenhieb mit dem Roten Wien jetzt einfach mal nicht angesprochen 🥀