Finger weg von Artikel 15!
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Mal schauen ob auch das 8 zu 7 ausgeht und die #CDU Sachsen-Anhalt endgültig implodiert.
Ist die Ideologie zurück?
Einfach wundervoll, wie in asiatischen Ländern mit älteren Menschen umgegangen wird und wie sie abgeholt werden von der jüngeren Gesellschaft, während sie hierzulande bis zu ihrem Exitus in staatlichen Verwahranstalten sprich Pflegeheimen zwischengeparkt werden, weil es an finanziellen und personellen Ressourcen fehlt, die seltsamerweise für Rüstung, Kriegstreiberei etc. mannigfach vorhanden zu sein scheinen.
@C_Ondreka Was die Plünderungen angeht, da würde ich aber nicht von Wut sprechen.
Aber etwas sehr verwandtes. Fällt meines achtens auch unter Notwehr.
Die Proteste zu begrüßen und sich gleichzeitig von Gewalttätigen und Plünderern zu distanzieren ist wie schon an anderer Stelle hier in der Community erwähnt ziemlich deutsch und klassistisch. Die unbändige Wut die dieses System hervorbringt mit den ganzen Abwertungen, täglicher Diskriminierung, Scheissjobs, einem miesen Schulsystem etc. muss raus. Wenn noch Waren dabei rausspringen, die einem ein paar Euro extra bringen ist das so.
Alle die meinen sich über diese Menschen zu stellen empfehle ich das neue Buch von Olivier David "Die Armen liefern die Leichen". Er bringt es sehr gut auf den Punkt wie existenziell es ist sich zu erheben. Widerstand zu leisten. (letatl.in/products/olivier-d...)
»Auf Distanz zu Methoden des Kampfes zu gehen, bedeutet nicht, auf Distanz zu diesem Kampf zu gehen.« sagt Melenchon
Die Kämpfe sind der Brutalität des Systems geschuldet. Sie sind notwendig. Die Wut in eine produktive Form zu kanalisieren ist die Aufgabe aller beteiligten Organisationen.
Solidarität ist eine Waffe, wenn sie keine Spaltung zulässt.
@C_Ondreka Was die Plünderungen angeht, da würde ich aber nicht von Wut sprechen.
Die Proteste zu begrüßen und sich gleichzeitig von Gewalttätigen und Plünderern zu distanzieren ist wie schon an anderer Stelle hier in der Community erwähnt ziemlich deutsch und klassistisch. Die unbändige Wut die dieses System hervorbringt mit den ganzen Abwertungen, täglicher Diskriminierung, Scheissjobs, einem miesen Schulsystem etc. muss raus. Wenn noch Waren dabei rausspringen, die einem ein paar Euro extra bringen ist das so.
Alle die meinen sich über diese Menschen zu stellen empfehle ich das neue Buch von Olivier David "Die Armen liefern die Leichen". Er bringt es sehr gut auf den Punkt wie existenziell es ist sich zu erheben. Widerstand zu leisten. (letatl.in/products/olivier-d...)
»Auf Distanz zu Methoden des Kampfes zu gehen, bedeutet nicht, auf Distanz zu diesem Kampf zu gehen.« sagt Melenchon
Die Kämpfe sind der Brutalität des Systems geschuldet. Sie sind notwendig. Die Wut in eine produktive Form zu kanalisieren ist die Aufgabe aller beteiligten Organisationen.
Solidarität ist eine Waffe, wenn sie keine Spaltung zulässt.
Ich habe mir bewusst nicht viele Bilder und Videos zu den Riots in verschiedenen französischen Städten angesehen. Die unfassbare Wut auf die Verhältnisse die alles brennen lässt bis hin zu gezielten Plünderungen ergeben immer wieder das selbe Bild. Ein prekärer Ausnahmezustand der nichts an den politischen Verhältnissen ändert. Das war auch schon bei den Gelbwesten so. Ich kenne die Situation in den betroffenen Städten zu wenig um wirklich viel dazu zu sagen. Nur glaube ich nicht, das dies sich allein über eine Partei einfangen lässt. Im Endeffekt bräuchte es mehr Selbstorganisation, zu der eine Partei wie LFI beitragen kann ohne der eine auf gute Wahlergebnisse ausgelegte Form überzustülpen. Da sind aber auch jene organisierten Strukturen gefragt die alle Jahre wieder Riots anheizen. Wut, ohne das sie produktiv kanalisiert wird kann nichts positiv verändern. Der konstruktive Kern aus den Schülerinnenprotesten und Gewerkschaften sollten sich zusammensetzen um anschließend an den gemachten Erfahrungen vom Mai 68 und dem damaligen Scheitern Lösungen zu finden, die im hier und jetzt tragfähig sind. Und LFI und die anderen linken Parteien sind am Ende dieses Prozesses diejenigen die eine Form finden müssen gemeinsam mit der Straße und den selbstorganisierten lokalen Basisgruppen eine neue Republik zu entwickeln und durchzusetzen.
@C_Ondreka @magdalena Leider wird sowohl in den Medien als auch in der öffentlichen Wahrnehmung (auch innerhalb der Linken) viel zu wenig zwischen den Protesten und den Plünderungen differenziert.Was die Proteste betrifft, so geht die Gewalt in erster Linie von der Polizei aus. Die französische Polizeidoktrin ist nicht auf Deeskalation ausgerichtet.Was die Plünderungen angeht, weiß man mittlerweile etwas mehr über das soziale Profil der daran beteiligten Jugendlichen: Sie gehören zu einer noch stärker verarmten Schicht des Proletariats als die protestierenden Schülerinnen und Schüler aus den Vororten. Es handelt sich um Jugendliche, die sich teilweise nicht einmal genug zu essen leisten können. Deshalb ist es auch müßig, wie ich es zum Beispiel bei der Pressekonferenz der Linken hören konnte, diesen Jugendlichen moralische Vorhaltungen zu machen und ihnen zu erklären, dass dies nicht die richtige Art sei, zu protestieren. humanite.fr/politique/banlie...
Rot-Grün-Rot könnte die Weichen für eine neue Wohnpolitik in ganz Deutschland stellen
@fabiannehring also dieses "erst mal distanzieren" ist was sehr deutsches in meinem gefühl.
@magdalena Die Linke ist demnach die deutscheste Partei überhaupt.
Die Grafik-Abteilung hat literally gekocht 😮💨🫑
@fabiannehring das steht für mich sowieso außer frage, aber für mich gehts eher darum, wie man aus dieser Wut auch ein Momentum schafft. Wie man sie kanalisiert, sodass daraus auch wirklich ein politisches Projekt wird. ich finde aber, dass die linken in frankreich sich ohnehin nicht davon distanzieren, zumindest, was ich so aus der LFI Ecke höre.
@fabiannehring also dieses "erst mal distanzieren" ist was sehr deutsches in meinem gefühl.
@magdalenaman Aus der Berliner Erfahrung kann ich berichten: man sollte damit anfangen, dass man sich nicht zuerst dem bürgerlichen Diskurs unterwirft und sich distanziert, sondern konsequent Auslöser und berechtigte Interessen nach vorn stellen und Zugeständnisse an diese rechten Narrative verweigert.
@fabiannehring das steht für mich sowieso außer frage, aber für mich gehts eher darum, wie man aus dieser Wut auch ein Momentum schafft. Wie man sie kanalisiert, sodass daraus auch wirklich ein politisches Projekt wird. ich finde aber, dass die linken in frankreich sich ohnehin nicht davon distanzieren, zumindest, was ich so aus der LFI Ecke höre.
Nicht Israel hat den Irakkrieg verursacht, sondern der US-Imperialismus
in den letzten tagen habe ich – mit blick auf die schülerproteste in frankreich – wieder gemerkt, wie intensiv filterblasen funktionieren. ich sehe seit wochen absolute hope core aus frankreich. allen voran der bürgermeister von saint denis Bally Bagayoko, der sich schützend vor die schüler:innen stellt, bis er selbst tränengas abbekommt. seit wochenende haben die videos plötzlich die bürgerliche mitte erreicht und es geht da natürlich nicht um polizeigewalt und berechtigte interessen der schüler:innen, sondern um irgendwelche rassistischen fantasien und die störung herrschaftliche ordnung.
gleichzeitig frage ich mich, ob es dem LFI gelingt, sich so an die spitze der proteste zu stellen, dass die energie auch wirklich eingefangen und politisch kanalisiert wird. also die wut der protestierenden ist absolut nachvollziehbar, aber dass sie dafür auch teile ihrer eigenen viertel zerstören, wo migrantische kleinunternehmer ihre läden haben, lässt mich immer fragen, wie es gelingen kann, diese energie produktiv einzufangen. habt ihr dazu meinungen?
@magdalenaman Aus der Berliner Erfahrung kann ich berichten: man sollte damit anfangen, dass man sich nicht zuerst dem bürgerlichen Diskurs unterwirft und sich distanziert, sondern konsequent Auslöser und berechtigte Interessen nach vorn stellen und Zugeständnisse an diese rechten Narrative verweigert.
you heard it here first!
hab gerade was in den backstage kanal gepostet, was euch interessieren könnte hehe 😄
Israels Opposition ist kaum eine Alternative zu Netanjahu
in den letzten tagen habe ich – mit blick auf die schülerproteste in frankreich – wieder gemerkt, wie intensiv filterblasen funktionieren. ich sehe seit wochen absolute hope core aus frankreich. allen voran der bürgermeister von saint denis Bally Bagayoko, der sich schützend vor die schüler:innen stellt, bis er selbst tränengas abbekommt. seit wochenende haben die videos plötzlich die bürgerliche mitte erreicht und es geht da natürlich nicht um polizeigewalt und berechtigte interessen der schüler:innen, sondern um irgendwelche rassistischen fantasien und die störung herrschaftliche ordnung.
gleichzeitig frage ich mich, ob es dem LFI gelingt, sich so an die spitze der proteste zu stellen, dass die energie auch wirklich eingefangen und politisch kanalisiert wird. also die wut der protestierenden ist absolut nachvollziehbar, aber dass sie dafür auch teile ihrer eigenen viertel zerstören, wo migrantische kleinunternehmer ihre läden haben, lässt mich immer fragen, wie es gelingen kann, diese energie produktiv einzufangen. habt ihr dazu meinungen?