Die Proteste zu begrüßen und sich gleichzeitig von Gewalttätigen und Plünderern zu distanzieren ist wie schon an anderer Stelle hier in der Community erwähnt ziemlich deutsch und klassistisch. Die unbändige Wut die dieses System hervorbringt mit den ganzen Abwertungen, täglicher Diskriminierung, Scheissjobs, einem miesen Schulsystem etc. muss raus. Wenn noch Waren dabei rausspringen, die einem ein paar Euro extra bringen ist das so.
Alle die meinen sich über diese Menschen zu stellen empfehle ich das neue Buch von Olivier David "Die Armen liefern die Leichen". Er bringt es sehr gut auf den Punkt wie existenziell es ist sich zu erheben. Widerstand zu leisten. (letatl.in/products/olivier-d...)
»Auf Distanz zu Methoden des Kampfes zu gehen, bedeutet nicht, auf Distanz zu diesem Kampf zu gehen.« sagt Melenchon
Die Kämpfe sind der Brutalität des Systems geschuldet. Sie sind notwendig. Die Wut in eine produktive Form zu kanalisieren ist die Aufgabe aller beteiligten Organisationen.
Solidarität ist eine Waffe, wenn sie keine Spaltung zulässt.
@C_Ondreka Was die Plünderungen angeht, da würde ich aber nicht von Wut sprechen.