Ihr hattet Recht!
Wenn ich so die Reaktionen zur Wahl in Sachsen-Anhalt aus meinem alten Kiez Connewitz sehe, wird mir immer klarer, wie groß mit der geographischen auch die politische Distanz geworden ist.
Das ist jetzt vielleicht hart, aber man muss hier von identitärer Antifa sprechen, ganz nach Erich Fried:
»Ein Faschist, der nichts ist als ein Faschist, ist ein Faschist. Ein Antifaschist, der nichts ist als ein Antifaschist, ist kein Antifaschist.«
Stay safe Leute, konkreter Selbstschutz wird wahrlich so nötig wie seit den 90ern nicht mehr. Aber Antifa als politisches Programm, wenn es denn je eins war, ist gescheitert.
@snips Die gleiche identitäre Antifa hat letztes Wochenende in Berlin zwei Wochen vor der Wahl gemeinsam mit der CDU gegen den "linken Antisemitismus" demonstriert.
Sachsen-Anhalt offenbart den Bankrott der »Demokratieverteidigung«
@fabiannehring D'accord, gleichzeitig fällt es mir schwer zu formulieren, wie ein solcher Kurs konkret auszusehen hat in einer Situation, wo die AfD kurz vor der absoluten Mehrheit steht. Aber sicher ist, das parlamentarische Taktieren das jetzt folgt wird nicht gut sein sein für Die Linke.
@lorenbalhorn Ich denke, es gibt niemanden, der oder die das seriös beantworten kann. Wichtig ist jetzt aber erst mal sich einzugestehen , dass der bisherige Kurs gescheitert ist und zum Scheitern verdammt ist und auf die Suche zu gehen. Klar ist, dass es einer eigenständigen Positionierung bedarf. pantisano hat das gestern versucht . auch er hat allerdings zwar das Soziale angesprochen, aber mal wieder das Thema Aufrüstung ausgespart. Das geht nicht. Es muss klar ausgesprochen werden, dass es eine andere Vision von Gesellschaft braucht und dass der Weg von Union/SPD/Grünen genauso in die Katastrophe und zur Stärkung der AfD führt.
@ErikUden ja ich hoffe das kam mit dem Erich Fried Zitat heraus - aber natürlich meinte ich dass Antifaschismus als politisches Programm allein nicht ausreicht. Und oft ist es ja nichtmal das, sondern nur so Szene Folklore und identitäres Distinktionsgebahren.
Das dort praktischer Selbstschutz organisiert wird ist ja unbenommen und auch gar nicht Gegenstand der Kritik. Das Dilemma ist, und hier spreche ich spezifisch über meine Erfahrung als Ossikind (Döbeln, Jena, Leipzig), dass diese Wagenburgmentalität, die die Linke und Antifa im Osten entwickelt haben zu dem geführt hat, was Chantal Mouffe als die "Negation des Politischen" bezeichnet.
Selten wurde das deutlicher als "Antifaschistin aus Anstand" auf die Wahlplakate gedruckt wurde. Dem politischen Subjekt als moralisch urteilende Instanz gegenüber treten anstatt als politische Interessenvertretung - das mag als moralische Selbstvergewisserung im bereits linken Kiez taugen. Darüberhinaus sollten sich insbesondere auch die Ostverbände aber mal fragen warum sie so stagnieren, und was Nam Duy Nguyen und Mustafa Groener anders machen.
Die Swingstates hätten das noch retten können
@davidxnoack ich hoffe nicht.
Wenn ich so die Reaktionen zur Wahl in Sachsen-Anhalt aus meinem alten Kiez Connewitz sehe, wird mir immer klarer, wie groß mit der geographischen auch die politische Distanz geworden ist.
Das ist jetzt vielleicht hart, aber man muss hier von identitärer Antifa sprechen, ganz nach Erich Fried:
»Ein Faschist, der nichts ist als ein Faschist, ist ein Faschist. Ein Antifaschist, der nichts ist als ein Antifaschist, ist kein Antifaschist.«
Stay safe Leute, konkreter Selbstschutz wird wahrlich so nötig wie seit den 90ern nicht mehr. Aber Antifa als politisches Programm, wenn es denn je eins war, ist gescheitert.
Hot Take: Die Linke hat in Sachsen-Anhalt vor allem deswegen abgekackt (bis zu 4 % im Vergleich zu dem Umfragen verloren ), weil sie den Menschen mit der Ankündigung die CDU zu stützen letztlich versprochen hat, den beschissenen Status Quo zu verteidigen. Die Linksliberalen wählten lieber das Original, die Grünen . Die Strategie und Politik der in Sachsen-Anhalt domierenden Reformer*innen in der Linken ist es, die heute krachend gescheitert ist. Die Linke, auch in Berlin , muss jetzt daraus lernen und einen vom politischen Zentrum unabhängigen eigenen sozialistischen Kurs fahren.
@fabiannehring D'accord, gleichzeitig fällt es mir schwer zu formulieren, wie ein solcher Kurs konkret auszusehen hat in einer Situation, wo die AfD kurz vor der absoluten Mehrheit steht. Aber sicher ist, das parlamentarische Taktieren das jetzt folgt wird nicht gut sein sein für Die Linke.
@fabiannehring Die Wählerwanderung von der Linken könnte man auch so interpretieren, dass paar Zehntausend Leuten der Bruch mit dem Status quo wichtiger war als zusammen mit der CDU »die Demokratie« zu retten, und daher zu AfD und BSW gegangen sind. Zu den Grünen offenbar gar nicht soo viele.
@thomaszimmermann Ja, so meinte auch das auch. Und so interpretiere ich ebenfalls die Wähler*innenwanderung zur AfD.
Hot Take: Die Linke hat in Sachsen-Anhalt vor allem deswegen abgekackt (bis zu 4 % im Vergleich zu dem Umfragen verloren ), weil sie den Menschen mit der Ankündigung die CDU zu stützen letztlich versprochen hat, den beschissenen Status Quo zu verteidigen. Die Linksliberalen wählten lieber das Original, die Grünen . Die Strategie und Politik der in Sachsen-Anhalt domierenden Reformer*innen in der Linken ist es, die heute krachend gescheitert ist. Die Linke, auch in Berlin , muss jetzt daraus lernen und einen vom politischen Zentrum unabhängigen eigenen sozialistischen Kurs fahren.
Wie schlimm wird der Wahlausgang heute Abend sein?
@lorenbalhorn Ich bin präventiv schon einmal ausgewandert.
Wie schlimm wird der Wahlausgang heute Abend sein?
Hi 😊
Mich beschäftigt immer wieder wie plötzlich Freundschaften enden können. Obwohl ich das Gefühl hatte, eine enge Freundschaft mit jemandem zu haben, ist es plötzlich vorbei. Sowohl von anderen als auch von mir wurde eine Ende der Freundschaft schon initiiert. Ich bin zwar jedes Mal traurig, aber gleichzeitig erleichtert, dass man noch genug Respekt hatte, es zu kommunizieren. Viel schlimmer finde ich es, wenn ich einfach geghostet werde und nicht erfahren kann, wieso keine Antwort kommt und kein Kontakt mehr gewünscht ist.
Ich frage mich dann manchmal, ob es möglich gewesen wäre, eine Lösung zu finden. Wie kann man besser eine kritische Lage in einer Freundschaft ansprechen? Wie damit umgehen?
Letzte Woche ist mir klar geworden, dass eine Freundin über mehrere Wochen nur noch knapp und kurz geantwortet hat. Treffen waren in der Zeit nicht möglich und deshalb gab es auch gar keine Rücksprache dazu. Als ich dann konkret fragte, ob alles in Ordnung sei, kam dann für mich unerwartet die Aussage, man habe sich in den letzten Treffen mit mir unwohl gefühlt und keinen Kontakt mehr wolle. Das habe ich respektiert und nach einer abschließenden Nachricht, nichts mehr geschrieben. Ich erinnere mich nur sehr vage an die Situationen, die vielleicht Unwohlsein ausgelöst haben können. Diese wurden mir nicht genannt. Die Nachricht letzte Woche hat mich sehr traurig gemacht. Zum einen, weil ich den Kontakt zu einem Menschen verloren habe, der mir sehr wichtig war und zum anderen, weil es einfach schade ist, keine Möglichkeit zu haben darüber zu reden.
LG
Steff
@redaktion Mir ist das zu neutral berichtet. "Ungerechtigkeit" gibt's a dime a dozen. Wie soll man das einordnen oder besser: skandalisieren? Sind das Kriegsprofiteure, Diebe, Parasiten? Es ist klar der Fall, das die sich Geld in die Tasche stecken, das (wenn es mit rechten Dingen zuginge) mir Lebensqualität erkauft hätte.
Man könnte es typischen Kapitalismus nennen, aber das würde ohne weiteres nur Kapitalismus affirmieren.
Akademischer Boykott ist ein Streik gegen Israels Kriegsverbrechen