So, hier noch einmal besser ausformuliert:
Jugendliche können immer häufiger weder sinnerfassend lesen noch mathematische Probleme lösen. Das ist die zentrale Botschaft der aktuellen PISA-Studie. Dabei werden die Fähigkeiten, komplexe Sachverhalte zu verstehen und kritisch zu hinterfragen, aktuell immer wichtiger, um in einer Welt zu bestehen, in der mit massenhaft Kapital geflutete Tech-Unternehmen eigenmächtig mit der Menschheit experimentieren. Neben den Nachteilen, die fehlende Grundkompetenzen gesellschaftlich und wirtschaftlich ohnehin mit sich bringen, stehen Jugendliche jetzt auch noch vor dem Problem, Information nicht mehr von KI-Halluzinationen unterscheiden zu können.
Dass Deutschland bei PISA besonders schlecht abgeschnitten hat, lässt sich vor allem damit erklären, dass Bildungsaussichten in diesem Land massiv von der sozialen Herkunft abhängen. Aber dass lebensnotwendige Skills in allen OECD-Ländern sinken, liegt auch an der Mediennutzung von Schülerinnen und Schülern. Besonders seit der Pandemie hängen Jugendliche übermäßig an ihren Handys – das macht sie depressiv, einsam und beeinträchtigt ihre Fähigkeit, sich auf längere Texte zu konzentrieren. Und spätestens seit ChatGPT wird das Denken immer öfter direkt an eine KI ausgelagert. Ausbaden darf das ein Bildungssystem, das ohnehin bereits unterfinanziert ist und Kinder und Jugendliche zusätzlich weiter nach ihrer sozioökonomischen Herkunft segregiert. Es gab wirklich schon bessere Zeiten, ein Teenager zu sein.