Ich diese Gesprächsreihe nur empfehlen: youtube.com/watch?v=rCCCemCN...
Lokale Aktivitäten entdecken
Ich kann jedem empfehlen den Artikel jacobin.de/leistungsgesellsc... von Mario Hübler sowie sein Buch "Leistung, Aufstieg, Innovation - der große Mythos" zu lesen.
Allen voran sollten es alle von links-liberal bis konservativ lesen, um einen kleinen Realitätscheck zu erhalten, wenn "Chancengleichheit", "Leistung muss sich lohnen", etc. gefordert wird.
Das Buch bietet eine exzellente Argumentationsgrundlage in der aktuellen politischen Debatte, wenn genanntes Spektrum "Leistung" als ein ideologiefreies, natürliches oder objektives Kriterium der Marktwirtschaft heranzieht, um die Verwahrlosung von Menschen und die materielle Ungleichheit in der Gesellschaft moralisch zu legitimieren.
Die Tarifrunde stellt die Solidarität in der Metallindustrie auf die Probe
Französische Schülys und Lehrkräfte reißen gerade richtig einen ab.
@Schiebermatzen frankreich ist so geil
in österreich gibt es seit tagen eine obmann-debatte in der SPÖ. angeführt von einem Millionär, der lange für warner in new york gearbeitet hat. er will den "third way" der sozialdemokratie, 30 jahre nachdem das SPD und Labour ruiniert hat, jetzt final auch nach österreich bringen. dass die spö einen suizidtrieb hat, ist allen natürlich schon langen klar. aber ich merke dieses mal, dass ich richtig getriggert davon bin, wie die medien diese nicht-debatte hochjazzen. sie hassen babler, aber nicht weil das leben trotzdem immer teurer wird, sondern weil er vor jahren mal gesagt hat, er sei marxist, und weil er die presseförderung neu aufstellen will. dagegen zieht der boulevard natürlich in den krieg.
Linke Influencer werden keine Revolution anführen
Französische Schülys und Lehrkräfte reißen gerade richtig einen ab.
Die Leistungsgesellschaft macht uns kaputt
Liebe Jacobin Community, schreibt gerne hier eure Meinung und eure Gedanken zu dem Thema.
Ein spannendes Detail noch zur Begriffsgeschichte von "Meritokratie" für alle Interessierten: Michael Young war zwar definitiv derjenige, der den Begriff bekannt machte (und er bestand auch darauf, dass er den Begriff erfunden hat – was später auch sein Sohn Toby festhielt); tatsächlich war es wohl Alan Fox, der den Begriff erstmals 1956 im Socialist Commentary (ebenfalls negativ) verwendete - Fox kritisierte darin die Vorstellung, dass höhere Fähigkeiten zusätzlich zu den Vorteilen, die sie ohnehin bringen, noch materiell belohnt werden sollen.
Eine ähnliche Kritik an diesem „Leveraging“ produktiver Fähigkeiten brachte auch Gerald A. Cohen in seiner bekannten Kritik an Rawls (in dem Buch mit dem genialen Titel: If You're an Egalitarian, How Come You're so Rich?). Cohen zufolge wäre es anti-egalitär, wenn begabte Menschen ihre Fähigkeiten nur dann einsetzen, wenn sie mehr bekommen als andere. Zuletzt diskutierte Barry Maguire wiederum in seiner Kritik an Cohens egalitärem Ethos dieses Leveraging (in Rescuing Socialism from Equality; 2026 in Mind erschienen).
Tragisch für Michael Young war jedenfalls, dass sowohl New Labour als auch sein Sohn später diesen Begriff positiv besetzten.
Die Tatsache, dass offenbar jeder und sein Vater auf der Berliner Wahlparty war, wird sich nicht sonderlich gut auf meine Fomo in der Zukunft auswirken.
Ist Enteignung antisemitisch?
@robinjaspert wir stehen vor den Tarifrunden der zwei größten Flächentarifverträge in Deutschland, die Metall und Elektroindustrie macht den Anfang im Oktober/November und die TVöD Runde geht im April 27 los. Das werden wichtige nächste Gradmesser sein wie weit es den klassenbewussten Teilen der Mitgliedschaft gelingt die noch vorherrschende sozialpartnerschaftliche Linie der Führung weiter zurück zu drängen. Mein Eindruck ist schon das mehr Kolleg*innen verstehen das es darum geht den Klassenkampf führen zu können. In den nächsten Monaten besteht die Chance Sozialproteste und Tarifrunden eng zu verzahnen und die Regierung von Links unter Druck zu setzen. Der DGB-Aktionstag war ein hoffnungsvoll stimmender Zwischenschritt
@ingarademacher Sehr interessanter Überblick über rechter Finanzpolitiken, wusste ich bis jetzt auch nicht so genau. Wie schätzt du das Spaltungspotenzial innerhalb der AfD entlang dieser Achse? Kann das, wenn die Partei doch zum Regieren kommt, zu größeren Zerwürfnissen führen, oder hat die Parteiführung die Debatte mittlerweile unter Kontrolle?
@lorenbalhorn Danke für diese Frage! Das frühere Umfeld um den "Flügel" und das Institut für Staatspolitik unterstützten eher interventionistische und protektionistische Politik und wollten, dass globale Finanzmarktakteure weniger Einfluss in deutschen Märkten haben. Ich denke es liegt ganz daran, wieviel Einfluss dieses Lager am Ende in der Bundespolitik der AfD haben wird.
@ingarademacher es ist echt überfällig, zu betonen, dass das nicht einfach nur the same old same old ist. wenn man sagt, das wäre neoliberalismus, nur um die afd in einen topf mit der mitte zu werfen, verarscht man sich selber.
die einsicht, dass rechte finanzmarktpolitik nicht isolationistisch ist, sondern ziemlich pragmatisch deutschen unternehmen ausländische investitionen verspricht und deutschen investoren ausländische gewinne, ist total wichtig, um sich damit auf fachlicher ebene auseinanderzusetzen.
ob und wie man das populistisch aufgreift, ist ne andere frage. letzten endes ist das ne gute chance, um nohcmal dn widerspruch zwischen deutschen eliten und deutschen beschäftigten aufzumachen. aber dann muss man sich auch mit dem sparer-motiv auseinandersetzen, was bei leuten vor allem aus der bürgerlichen kernklientel ja total verfängt.
danke für den stabilen beitrag!!
@adyzymberi Danke für deine Einschätzung! Ich sehe es auch so, dass Sparer potentiell den Ansatz der Partei unterstützen würden. Andererseits wenn Wähler mehr Schutz vor den Dynamiken von internationalen Finanzmärkten wünschen, dann bedient die AfD dieses Ziel weniger...
Last 30 days