Die Linke muss um die Friedensbewegung kämpfen
Parteivorstand Die Linke
Die Tatsache, dass offenbar jeder und sein Vater auf der Berliner Wahlparty war, wird sich nicht sonderlich gut auf meine Fomo in der Zukunft auswirken.
Es hat schon ein bisschen was von einem Playbook: Ich bin fest davon ausgegangen, dass Weidel nach den Wahlen Neuwahlen im Bund fordern wird. Stattdessen hat sie scharf gegen Die Linke geschossen. Nun sprechen zahlreiche CDUler von einem "Dammbruch", wenn es zu RRG in Berlin kommt. Weiter rechts spricht man schon davon, dass Grüne und SPD das Ende der Brandmauer eingeläutet hätten.
Das erhoffte Szenario: RRG in Berlin als Rechtfertigung für Schwarz-Blau.
@jensschwaab Bis SPD und Grüne in Berlin einknicken.
@Schiebermatzen Der Witz ist ja, dass die Kommentare praktisch von überall, außer von den Berliner Landesverbänden selbst kommt.
Ich bin ja eigentlich ein Freund des Red Scare, weil er ein guter Indikator für unseren realen Einfluss ist, aber langsam überspannen sie den Bogen deutlich.
Der Kanzler bezeichnet die israelische Flagge als "Judenfahne" und Antisemitismus ist für ihn eine Form der "Ausländerfeindlichkeit" – es ist schon beachtlich, wie wenig man sich mit Antisemitismus auseinandersetzen muss, wenn es zur eigenen Grundüberzeugung gehört, dass dieser nichts mit einem zu tun habe.
Die missliche Lage von Friedrich Merz erinnert stark an die von Keir Starmer vor ein paar Monaten. Starmer war der unbeliebteste britische Premierminister der Geschichte, so wie Merz der unbeliebteste deutsche Bundeskanzler aller Zeiten ist. Starmers Labour Party unterlag bei Kommunalwahlen schmerzhaft der Rechtsaußen-Partei Reform UK, so wie die CDU unter Merz bei Landtagswahlen von der AfD vorgeführt wird.
Nach diesen Niederlagen wurde der blutleer wirkende Starmer durch den sich volksnah und zupackend gebenden Andy Burnham ersetzt und siehe da: Labour hat in Umfragen kräftig zugelegt und steht jetzt wieder über Reform. Offensichtlich hätte die Union das auch gern. Um die Parallele weiterzuziehen: Was die möglichen Kanzler-Anwärter der Union angeht, denkt man bei »volksnah und zupackend« wohl eher an Markus Söder als an Hendrik Wüst.
Ein Kanzler Söder könnte wie der Premier Burnham sein Social-Media-Geschick spielen lassen, mit ein paar populären Sofortmaßnahmen punkten und die Union wieder in Umfragen steigen lassen. Doch ebenso, wie unklar ist, ob der »Burnham-Bounce« überhaupt bis zur nächsten Wahl trägt, wäre auch ein »Söder-Schub« gewiss nur vorübergehend.
Denn Merz und Starmer scheiterten nicht deshalb, weil sie elitäre Technokraten sind – das beschleunigte und verschärfte lediglich ihr Scheitern. Der Politikbetrieb an sich ist in viel grundsätzlicherer Weise elitär und technokratisch, was sich mit oberflächlicher Popularisierung nicht beheben lässt, sondern strukturelle Demokratisierung erfordert.
@thomaszimmermann Allerdings dürfte der Apparat der CDU kaum so flexibel sein.
Ich habe es hier her geschafft.
Ramstein könnte auch ein ziviles Logistikdrehkreuz sein
Ramstein könnte auch ein ziviles Logistikdrehkreuz sein