was ist eure meinung zu "linker mucke"?
ich finde es gibt wirklich wenige songs die politisch sind ohne cringe zu sein, obwohl ich an sich ziemlich offen bin für das konzept. ich glaube, der trick liegt darin, so subtil zu sein wie möglich und nur so explizit wie nötig (chad wojak mäßig, wenn ihr versteht, was ich meine).
ich glaube, viele politische hymnen haben auch eine tradition, dass man sie in bestimmten situationen gesugen oder gehört hat und bestimmte sachen damit verbindet. das kann man nicht so einfach replizieren. darum ist mmn es sicherer, einfach politisch cool zu sein und dann gute songs zu machen, in denen man das nicht versteckt, als auf krampf "politische" musik zu machen (es gibt paar banger, aber ich sag nicht welche).
wie dem auch sei, ich liebe songs, bei denen es irgendwie, auch wenns nur kurz ist, um arbeiten geht. zb wenn luther vandross sagt "who needs to go to work to hustle for another dollar?/ i'd rather be with you cause you make my heart scream and holler?"
@adyzymberi Linke Musik krank oft daran, dass sie vor lauter Inhalt die Form vergisst. Ich erinnere mich an den frühen "Zeckenrap", der im Prinzip einfach nur eine Aneinanderreihung von Demoparolen und von der eigentlich Subkultur auch völlig entkoppelt und damit ein Randphänomen war. Wir brauchen weniger linke Musiker und mehr Musiker die links sind, hab ich hier kürzlich bei wem gelesen und das bringt es ziemlich auf den Punkt.