Wie das Rote Wien die Wohnungsfrage beantwortete
Lehrer in Wien, gelegentlich auch Übersetzer und Autor. Ursprünglich aus den USA.
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Mit solchen Vorsondierungen kann Die Linke weder inhaltlich in Verhandlungen was rausholen, noch erhobenen Hauptes einen Exit durchziehen – einfach innerhalb von zwei Wochen aus dem größten historischen Sieg in eine Lose-Lose-Situation reinmanövriert.
@joshua Existiert der Genozid in Gaza für Die Linke überhaupt? Diese ganze Vereinbarung einfach zum Schämen.
Mit solchen Vorsondierungen kann Die Linke weder inhaltlich in Verhandlungen was rausholen, noch erhobenen Hauptes einen Exit durchziehen – einfach innerhalb von zwei Wochen aus dem größten historischen Sieg in eine Lose-Lose-Situation reinmanövriert.
ich hab das gefühl, dass man sich immer über die eigene linken beschwert und die aus fremden ländern feiert. aber es ist echt tragisch.
niemand hat es geschafft, die zehntausenden hinter sich zu versammeln, die gegen den gaza-krieg aus verbundenheit zu paläsinensern auf die straße gegangen sind. ich sehe kein deutsches sprachrohr, das orientierung gibt - sicherlich kein linkes.
kann mir einer einen erfolg der palästina-bewegung in deutschland sagen? irgendjemand, der irgendwas erreicht hat? irgendjemand, der in die mehrheitsgesellschaft hineinwirkt oder zumindest leute jenseits von linksradikalen auf third-worldist tiktok erreicht?
@adambaltner ja, vielleicht hast du recht. am ende war es vielleicht auch das fehlende selbstbewusstsein, das alles durchzuziehen. es sind alle mucksmäuschen still geworden und alle hatten angst. gleichzeitig gibt es seither im grunde null innerparteiliche opposition mehr in der partei. früher hat die SJ noch gepoltert, heute hört man nicht einmal mehr davon etwas.
@magdalena Gestern hat das Selbstbewusstsein gefehlt, heute fehlt die Selbstkritik.
andreas babler ist ab jänner geschichte – zumindest als spö-parteichef. er hat versucht, die sozialdemokratie in österreich zu reformieren, und konnte bei dieser mammutaufgabe eigentlich nur verlieren. denn er hatte von beginn an mächtige gegner, allen voran den boulevard, die seine medienförderung (er wollte sie nach qualitätskriterien bemessen und gleichzeitig regierungsinserate kürzen) ablehnten.
ich hab dieses projekt von beginn an skeptisch beäugt, weil ich die bewegung babler, von der vor drei jahren so viel gesprochen wurde, nie so richtig wahrgenommen habe. die energie der leute, die in die partei eintraten, um ihn zum chef zu machen, verpuffte schon nach wenigen wochen. man wollte die leute in der partei auch gar nicht.
bablers größtes politisches vermächtnis bleibt finanzminister markus marterbauer. ein alter keynsianer, der trotz sparpaket einer der beliebtesten politiker des landes ist. er soll ab jänner vizekanzler werden (und vielleicht später auch parteichef), ob das gelingt, steht aber noch in den sternen, denn marterbauer unterzieht sich gerade einer chemoterapie. er ist vom politikertypus ähnlich wie elke kahr: ihn zu kritisieren, fällt negativ auf einen selbst zurück.
dabei gäbe es sehr viel zu kritisieren an der aktuellen regierung: das sparpaket, das auf die schultern der arbeitenden bevölkerung verteilt wird in erster linie. die hohen lebensmittelpreise, die steigenden mieten. wie so viele andere mitte-regierungen ist auch österreich nicht in der lage den krisen der gegenwart wirklich etwas entgegenzusetzen.
ich habe als österreichische linke ein paradoxes verhältnis zur spö- natürlich habe ich mir gewünscht, dass das projekt babler funktioniert, obwohl ich wusste, dass es kaum möglich sein wird. und gleichzeitig hat die spö nie so viel verbrochen wie die deutsche SPD, es fällt also leichter, sich auf sie zu beziehen. aber sie hat uns den gegenwärtigen schlamassel miteingebrockt: ein möglicher kanzler herbert kickl nach der nächsten wahl.
@magdalena Ich bin nicht ganz der Meinung, dass der Versuch nur scheitern konnte. Es war ein Weitschuss, aber es hätte aufgehen können, wenn Babler sich für einen konfrontativen Kurs mit Gegnern in den Medien sowie der eigenen Partei entschieden hätte. Er sowie die Leute in seinem Team hatte aber einfach null Ahnung, was Strategie betrifft.
andreas babler ist ab jänner geschichte – zumindest als spö-parteichef. er hat versucht, die sozialdemokratie in österreich zu reformieren, und konnte bei dieser mammutaufgabe eigentlich nur verlieren. denn er hatte von beginn an mächtige gegner, allen voran den boulevard, die seine medienförderung (er wollte sie nach qualitätskriterien bemessen und gleichzeitig regierungsinserate kürzen) ablehnten.
ich hab dieses projekt von beginn an skeptisch beäugt, weil ich die bewegung babler, von der vor drei jahren so viel gesprochen wurde, nie so richtig wahrgenommen habe. die energie der leute, die in die partei eintraten, um ihn zum chef zu machen, verpuffte schon nach wenigen wochen. man wollte die leute in der partei auch gar nicht.
bablers größtes politisches vermächtnis bleibt finanzminister markus marterbauer. ein alter keynsianer, der trotz sparpaket einer der beliebtesten politiker des landes ist. er soll ab jänner vizekanzler werden (und vielleicht später auch parteichef), ob das gelingt, steht aber noch in den sternen, denn marterbauer unterzieht sich gerade einer chemoterapie. er ist vom politikertypus ähnlich wie elke kahr: ihn zu kritisieren, fällt negativ auf einen selbst zurück.
dabei gäbe es sehr viel zu kritisieren an der aktuellen regierung: das sparpaket, das auf die schultern der arbeitenden bevölkerung verteilt wird in erster linie. die hohen lebensmittelpreise, die steigenden mieten. wie so viele andere mitte-regierungen ist auch österreich nicht in der lage den krisen der gegenwart wirklich etwas entgegenzusetzen.
ich habe als österreichische linke ein paradoxes verhältnis zur spö- natürlich habe ich mir gewünscht, dass das projekt babler funktioniert, obwohl ich wusste, dass es kaum möglich sein wird. und gleichzeitig hat die spö nie so viel verbrochen wie die deutsche SPD, es fällt also leichter, sich auf sie zu beziehen. aber sie hat uns den gegenwärtigen schlamassel miteingebrockt: ein möglicher kanzler herbert kickl nach der nächsten wahl.
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