Warum Friedrich Merz scheitern muss
Letzte Woche habe ich hier in meinem Kommentar argumentiert, dass Merz scheitern wird, weil er versucht, das deutsche Entwicklungsmodell mit den Mitteln von gestern wiederzubeleben. Mit Blick auf die widersprüchliche Koalition, die er hinter sich versammelt hat und in Anbetracht der anhaltenden Krise der deutschen Wirtschaft wird auch der Herbst der Reformen daran nichts ändern.
Die Katastrophe von Sonntag – würde ich sagen – unterstreicht die Schlüsse des Textes nochmals: Die bürgerlichen Parteien werden der AfD nichts entgegenbringen können, eher sie nicht anfangen, sich vom kapitalistischen Realismus abzuwenden und eine andere Zukunftsvision zu entwerfen.
Wo aber kann so eine Vision ansetzen? Und wieso sind selbst progressive Kräfte der Mär auf den Leim gegangen, die von Merz angestrebten Reformen seien notwendig?