Es sieht danach aus, dass der unwägbarste aller Fälle eintreten könnte: Die AfD hat keine absolute Mehrheit, aber das Anti-AfD-Lager auch nicht, und dazwischen steht das BSW.
Dessen Vorschlag, eine überparteiliche Regierung mit wechselnden Mehrheiten einzusetzen, wurde bislang von kaum jemandem ernst genommen. Das BSW könnte aber auch doch noch durch Enthaltung im dritten Wahlgang eine AfD-Minderheitsregierung ermöglichen, was Ulrich Siegmund aber im Vorfeld abgelehnt hat. Oder es könnten ein paar CDU-Abgeordnete, die mit der AfD sympathisieren, einfach überlaufen. Wie der Wahlspruch von Siegmund lautet: »Alles ist möglich.« Oder haltet ihr irgendeines dieser Szenarien für komplett ausgeschlossen?
Die CDU-Generalsekretärin hatte gestern Abend im Interview auf eine entsprechende Frage geantwortet, dass der Unvereinbarkeitsbeschluss der CDU bezüglich der Linken weiter gelte. Sie hätte damit genausogut auch gleich sagen können, dass sie der AfD die Regierung überlässt. Ich fürchte auch, dass die AfD auf die eine oder andere Weise an die Regierung kommt.