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Politik
Auf dem Weg zu einem multipolaren Parteiensystem
Nach den Landtagswahlen 2026 zeichnet sich das Ende der politischen Mitte ab. Aus ihrem Zerfall könnte ein neues Parteiensystem hervorgehen – mit mehr Parteien, breiteren Bündnissen und experimentelleren Regierungen.
Wolfgang Streeck
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU)
In einem multipolaren Parteiensystem könnte es zwei CDUs geben, von denen eine lieber mit der AfD, die andere lieber mit den Grünen koaliert. Bild: IMAGO / Panama Pictures
NOTA - none of the above: Das ist exakt die Option, die auf jedem Wahlzettel fehlt. Gäbe es sie, könnten sich UnsereDemokraten ihre Lage nicht mehr damit schönreden, Enthaltungen in Zustimmung umzudeuten. Damit eine solche Option auch ihre Wirkung entfaltet, müsste der Anteil der NOTA-Stimmen eine entsprechende Anzahl leerer Sitze im Parlament zur Folge haben... leider nur ein schöner Traum.