Ich liebe alles an jacobin.social! Allein der fakt, dass ich auf einen Jacobin-Artikel gehen, dort ein Kommentar hinterlassen kann und dies Teil eines Netzwerks der Debatte wird ist einfach kein Konzept was es bisher so gibt.
In einer Zeit des Internets, wo es Polit-Fluencer und andere skurrile neue Formen der politischen Bildung gibt, oftmals geprägt von der Aufmerksamkeitsökonomie, schafft Jacobin einen Mittelweg: Ein Magazin mit Artikeln die Interaktion nicht nur über Leserbriefe ermöglichen, sondern die Grenze zwischen Autor:in und Leser:in verschmelzen lässt. Direktes Feedback, konkrete Kritik, ein Magazin und dessen Abonnent:innen weniger gesehen aus einem Abhängigkeitsverhältnis mit klarer Hierarchie, sondern ein Geben und Nehmen von Impulsen und Ideen.
Alles ist heutzutage eine Community, jeder Mann der einen Livestream an macht und drei schlau klingende Worte über einen von ihm überflogenen Artikel sagt ist plötzlich Politiker, doch sowas gibt Menschen mehr das Gefühl von Gemeinschaft als es ein Magazin tut.
Ich kann nicht sagen ob das Konzept von Jacobin zum Erfolg führt, aber ich bin mir sehr sicher das es in die richtige Richtung geht und ein verdammt guter Versuch ist.