Fünf Illusionen, die uns gefangen halten
Der Kapitalismus ist weder natürlich noch freiheitlich. Wollen wir uns wirklich emanzipieren, müssen wir mit einer Reihe falscher Vorstellungen brechen.
Clara Mattei
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Ist das Faschismus oder (noch) nicht?
Wir haben Carolin Amlinger, Richard Seymour, Eva von Redecker und Dylan Riley in einen Signal-Gruppenchat eingeladen, um zu ergründen, warum Rechte überall Kommunismus sehen und wie sie wirklich zur Demokratie stehen.
MB
»Die Geschichte muss sich nicht wiederholen, damit wir den Faschismus erkennen können.« Collage: Johanna Goldmann
»Die Geschichte muss sich nicht wiederholen, damit wir den Faschismus erkennen können.« Collage: Johanna Goldmann
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Die Linke in den USA ist erneut auf Erfolgskurs
Abdul El-Sayed gewinnt die Senatsvorwahl der Demokraten in Michigan, obwohl seine Gegnerin dank AIPAC-Millionen neunmal so viel Geld zur Verfügung hatte. Der Sieg zeigt: Selbst der teuerste Wahlkampf der Bundesstaatsgeschichte kann die Linke nicht mehr aufhalten.
Branko Marcetic
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Was folgt aus dem Niedrigwasser-Schock?
Rekordhitze und Dürre in Europa zeigen, dass die Klimakrise eine ökonomisch zerstörerische Kraft ist. Wenn zukünftige Schocks nicht auf ebenso unvorbereitete Gesellschaften treffen sollen, muss die Klimapolitik einen neuen Anlauf machen.
David Goeßmann
Das Niedrigwasser fördert nicht nur alte Schiffswracks zutage, wie hier im Rhein, sondern legt auch die Hilflosigkeit unserer Gesellschaften gegenüber Extremwetter offen. IMAGO / Hans Blossey
Das Niedrigwasser fördert nicht nur alte Schiffswracks zutage, wie hier im Rhein, sondern legt auch die Hilflosigkeit unserer Gesellschaften gegenüber Extremwetter offen. IMAGO / Hans Blossey
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Wieso die Technofeudalismus-These marxistisch ist
Yanis Varoufakis bezeichnet die überwältigende Macht der Big-Tech-Konzerne über unsere moderne Wirtschaft als »Technofeudalismus«. In Jacobin erklärt er, dass dies keine moralische Bewertung ist, sondern eine marxistisch Kritik an den Dynamiken der heutigen Kapitalakkumulation.
Yanis Varoufakis
Manche Kritiker von Yanis Varoufakis’ Konzept der übermächtigen »technofeudalen« Kontrolle argumentieren, es idealisiere vergangene Formen des Kapitalismus. Er hält diese Kritik für unberechtigt. IMAGO / Nicolas Koutsokostas
Manche Kritiker von Yanis Varoufakis’ Konzept der übermächtigen »technofeudalen« Kontrolle argumentieren, es idealisiere vergangene Formen des Kapitalismus. Er hält diese Kritik für unberechtigt. IMAGO / Nicolas Koutsokostas
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Vergiss die unsichtbare Hand, es geht um Imperien
Der ökonomische Mainstream behauptet, der Kapitalismus beruhe auf Konkurrenz. Doch heute ist an die Stelle des Wettbewerbs das Errichten privater Imperien getreten – und wir alle zahlen den Preis dafür.
Grace Blakeley
»Das Endergebnis ist ein Weltsystem, das von einigen wenigen Monopolen dominiert wird, die von imperialistischen Staaten unterstützt werden.« IMAGO/Newscom/AdMedia
»Das Endergebnis ist ein Weltsystem, das von einigen wenigen Monopolen dominiert wird, die von imperialistischen Staaten unterstützt werden.« IMAGO/Newscom/AdMedia
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Die Minecraft-Marxisten
Am Sozialismus wird gebaut – auf einem Desktop ganz in deiner Nähe.
Natasha Lasky
»2024 wurde die Xeroistische Republik Zilatra geboren, eine virtuelle sozialistische Demokratie.« Illustration: Johanna Goldmann
»2024 wurde die Xeroistische Republik Zilatra geboren, eine virtuelle sozialistische Demokratie.« Illustration: Johanna Goldmann
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Wie man ein Meme pflanzt
Nur wenige machen sich die Mühe, die Online-Taktiken der Alt-Right zu studieren und für linke Zwecke anzueignen. Der Künstler Joshua Citarella ist die Ausnahme. Im Interview spricht er über Kunstwelten, Internet-Subkulturen und die Meme-Pipeline.
Joshua Citarella
»In den Jahren 2015 und 2016 saß ich in der ersten Reihe, als das entstand, was wir später als Alt-Right bezeichnen sollten.« Foto © Joshua Citarella
»In den Jahren 2015 und 2016 saß ich in der ersten Reihe, als das entstand, was wir später als Alt-Right bezeichnen sollten.« Foto © Joshua Citarella
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Der Schwarze Partisan
Er bekämpfte den Faschismus erst im italienisch besetzten Äthiopien, dann als Partisan in Italien selbst und schließlich als Teil der alliierten Streitkräfte in Deutschland: Die Geschichte von Abdisa Aaga ist einzigartig und zugleich beispielhaft.
Bafta
»Nach dem Sieg über die italienischen Faschisten schwenkte Abdisa Aaga mit seinen internationalen Partisanen die äthiopische Flagge in Rom.« Illustration: Andrea Ihl
»Nach dem Sieg über die italienischen Faschisten schwenkte Abdisa Aaga mit seinen internationalen Partisanen die äthiopische Flagge in Rom.« Illustration: Andrea Ihl
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Sich selbst der Nächste
Sozialabbau macht mehr als nur das Leben schwerer. Die Verdrängung aus sozialen Sicherungssystemen in die private Vorsorge soll die Basis für kollektives politisches Bewusstsein auflösen.
Astrid Zimmermann
»Merz ist schon jetzt der unpopulärste Kanzler, den dieses Land je gesehen hat, und peitscht dennoch Reformen durch, die unbeliebter kaum sein könnten.« Illustration: Marie Schwab
»Merz ist schon jetzt der unpopulärste Kanzler, den dieses Land je gesehen hat, und peitscht dennoch Reformen durch, die unbeliebter kaum sein könnten.« Illustration: Marie Schwab
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Geld gegen rechts
Die Kampagnenorganisation Campact sammelt Millionen, um damit Wahlkampf gegen die AfD zu machen. Der Plan könnte aufgehen. Doch demokratisch ist das nicht.
Jonas Junack
»Langfristig ist der Demokratie nicht geholfen, wenn Wahlkämpfe zum Wettbieten werden.« Illustration: Marie Schwab
»Langfristig ist der Demokratie nicht geholfen, wenn Wahlkämpfe zum Wettbieten werden.« Illustration: Marie Schwab
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Nach Magdeburg ist vor Berlin
Im September wählt Sachsen-Anhalt zwischen einer AfD-Alleinregierung und einer Anti-AfD-Allparteienkoalition ohne Vision. Der Wahlausgang könnte auch die Bundespolitik umsortieren.
Sebastian Friedrich
»Das wahrscheinlichste Ergebnis einer Zusammenarbeit von CDU und AfD auf Länderebene wäre ein Auseinanderbrechen der Union.« Illustration: Zane Zlemeša
»Das wahrscheinlichste Ergebnis einer Zusammenarbeit von CDU und AfD auf Länderebene wäre ein Auseinanderbrechen der Union.« Illustration: Zane Zlemeša
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Liberalismus mit Haken
Faschismus und Liberalismus gelten als absolute Gegensätze. Doch die Laufbahnen ordoliberaler Ökonomen im Nationalsozialismus zeichnen ein anderes Bild.
Pavlos Roufos
»Ludwig Erhard befasste sich in der Nazizeit mit der Lösung ökonomischer Schwierigkeiten in besetzten oder annektierten osteuropäischen Gebieten.« Foto: Wikimedia Commons/Anefo/Eric Koch
»Ludwig Erhard befasste sich in der Nazizeit mit der Lösung ökonomischer Schwierigkeiten in besetzten oder annektierten osteuropäischen Gebieten.« Foto: Wikimedia Commons/Anefo/Eric Koch
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Dumm dank Dimitroff?
Der DDR-Antifaschismus wird oft als marxistisch-dogmatisches Symboltheater zur Selbstrechtfertigung dargestellt. Enthält er trotzdem Lehren für heute?
Dietmar Dath
»Der Vater, der in Pianke sagt, kein Gefängnis sei groß genug für alle Nazis, denkt sich die Insassen einer solchen Anstalt aber nicht nur als Bosse.« Filmstill: © DRA/Dieter Jaeger
»Der Vater, der in Pianke sagt, kein Gefängnis sei groß genug für alle Nazis, denkt sich die Insassen einer solchen Anstalt aber nicht nur als Bosse.« Filmstill: © DRA/Dieter Jaeger
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Antifaschismus ohne Unterbau
Der Kulturkampf-Antifaschismus ist gescheitert. Was kann ihn ersetzen?
Thomas Zimmermann
»Leider führt keine Kausalkette von einer blockierten Autobahn in Thüringen zu einer Wahlschlappe für die AfD in Sachsen-Anhalt.« Illustration: Andy King
»Leider führt keine Kausalkette von einer blockierten Autobahn in Thüringen zu einer Wahlschlappe für die AfD in Sachsen-Anhalt.« Illustration: Andy King
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»Es ist weniger gewalttätig, aber viel gefährlicher geworden«
Ekke Spiegel hat die Baseballschlägerjahre hautnah miterlebt, ist heute Busfahrer und will demnächst für Die Linke ins Berliner Abgeordnetenhaus. Im Interview spricht er über seinen politischen Werdegang und die hohen persönlichen Kosten der antifaschistischen Militanz.
Ekkehard Spiegel
Ekkehard »Ekke« Spiegel will als Antifaschist für Die Linke ins Berliner Abgeordnetenhaus. Foto: Helia Jafarzadeh
Ekkehard »Ekke« Spiegel will als Antifaschist für Die Linke ins Berliner Abgeordnetenhaus. Foto: Helia Jafarzadeh
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Die vielen Opfer des »chirurgischen Krieges«
Die moderne westliche Kriegsführung wird uns als »präzise« verkauft. Doch ihre zahlreichen zivilen Opfer sehen das anders. Wir haben mit Überlebenden im Irak gesprochen.
Jaclynn Ashly
Omar Ahmad Abdallah al-Dschamili in seinem Zuhause in Al-Hawidscha. Fotos © Jaclynn Ashly
Omar Ahmad Abdallah al-Dschamili in seinem Zuhause in Al-Hawidscha. Fotos © Jaclynn Ashly
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Bei 46 Grad arbeiten und sterben
In Bangladesch, Pakistan und Indien steigen die Temperaturen seit April regelmäßig über 40 Grad. Die Hitze fordert unzählige Todesopfer – insbesondere unter Arbeitern im informellen Sektor.
Irshad Hussain
Im Abendrot einer Hitzewelle in Kaschmir errichten Bauarbeiter ein neues Gebäude. IMAGO/SOPA Images
Im Abendrot einer Hitzewelle in Kaschmir errichten Bauarbeiter ein neues Gebäude. IMAGO/SOPA Images
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Urteile selbst
Widerstand gegen Unterdrückung beginnt damit, dass Menschen ihre eigenen Erfahrungen kritisch reflektieren. Was geschieht mit solchen Kämpfen, wenn wir unsere Urteilskraft an KI-Systeme auslagern?
Florian Maiwald
»Mit dem Aufkommen von LLM-Chatbots nimmt die Auslagerung des Denkens eine neue Form an.« Illustration: Johanna Goldmann
»Mit dem Aufkommen von LLM-Chatbots nimmt die Auslagerung des Denkens eine neue Form an.« Illustration: Johanna Goldmann
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