Keine Angst vor schlechter Presse!
@Florian @Red_is_Queen @magdalena
Zu mal die Reaktionen aus der Partei auf die Vorwürfe bislang eher zurückhaltend sind. In die Gegenoffensive geht man bislang zumindest nicht. Wahrscheinlich weil man das "heikle" Thema ohnehin so weit wie möglich meidet. Möglicherweise aber auch, weil man den Druck auf die potenziellen Koalitionspartner nicht weiter erhöhen will. Die Selbstregulierung findet also schon jetzt, bevor es mit einer Regierung überhaupt losgeht, statt. Sehr schade eigentlich, denn ich finde auch, dass das absurde Ausmaß dieser Kampagne einerseits dazu einlädt, sich stärker als Anti-Establishment Kraft zu positionieren und andererseits die Möglichkeit bietet, den pro-israelischen Hegemonieanspruch in der deutschen Presselandschaft deutlich zu machen und anzugreifen.
@Philipp @Florian @magdalena @Red_is_Queen Also ich würde auf den ganzen Quatsch auch nicht reagieren, sollen sie sich an der Linken abarbeiten, die Wahl ist ja gelaufen. Es geht jetzt im Grunde ja nur darum, Grüne und SPD zu verunsichern. Werden spannende Koalitionsverhandlungen. Als Linke kann aber nun aus einer Position der Stärke agieren, das ist ne neue Situation. Ich hoffe die Verantwortlichen wissen mit dieser ungewohnten Situation umzugehen. - Die Hysterie in der Union ist aber bezeichnend. Man wünscht sich halt, dass sie mal annähernd so viel Elan in der Auseinandersetzunng mit der AfD aufbringen.
Berlin hat sich in ein woke-islamistisches Kommunismus-Kalifat verwandelt – wenn man der bürgerlichen Presse Glauben schenkt. Seit Die Linke die Berlin-Wahl gewonnen hat, trommeln Mitte-Parteien und -Medien mit einer solchen Lautstärke gegen eine potenzielle Linksregierung, dass man für einen Moment vergessen könnte, dass sich die meisten Wählenden von ihrem Kreuz schlicht eine bezahlbarere Stadt erwarten.
Seit Sonntag wird das komplette Kulturkampf-Repertoire aufgefahren: Antisemitismus-Vorwürfe, SED-Vergleiche und – last but not least – die Vorstellung eines »Islamo-Gauchisme«, also der unheiligen Allianz zwischen Linken und Islamisten. So fordert ein leitender Redakteur des Spiegel auf X »verpflichtende Mauerspaziergänge für jeden Berliner Wahlberechtigten«, Jörg Thadeusz beendet seinen Kommentar über »dunkelrote Antisemiten« im rbb gleich mit einem »Am Yisrael Chai« und Ulf Poschardt fantasiert von einem Ende der Brandmauer, sollten Grüne und SPD »die Hamas« an die Macht bringen.
Für alle, die zwei Augen im Kopf und den Wahlkampf der Berliner Linken verfolgt haben, muten diese Zuschreibungen albern an. Sie dienen offensichtlich dem Zweck, Vergesellschaftung zu verhindern und dafür zu sorgen, dass die Mieten weiterhin den Großteil eines Gehalts verschlingen. Aber wenigstens haben sie auch einen positiven Effekt: Die kollektive »Rote Angst« vor diesen Veränderungen räumt endgültig mit dem Gerücht auf, die etablierten Medien seien links.
Deutschland, endlich populistisch?