sollte es wirklich zu rot-rot-grün kommen, wird die linke mit voller härte in die koalitionsverhandlungen gehen müssen. mit klaren roten linien und ohne unliebsame bezirksverbände zu opfern.
wenn ich mir ansehe, wie die hauptstadtpresse heute reagiert, sieht es so aus, als seien die attacken der letzten wochen erst der anfang gewesen. die partei kämpft nicht nur gegen den gesamten bürgerlichen medienapparat und alle anderen politischen mitbewerber, sondern auch gegen die reaktionären in ihren eigenen reihen. ich hoffe, dass sie darauf vorbereitet ist.
@magdalena So schön der Erfolg der Linken ist, so gefährlich ist er meiner Meinung nach auch.
Wenn man jetzt wieder durch Druck der möglichen Koalitionspartner und der bürgerlicher Presse einknickt (und der Gegenwind wird heftig sein), gar linke Politik allenfalls in homöopathischen Dosen präsentiert, über jedes Stöckchen der sog. Leitmedien springt und sich an den realen Lebensumständen der Menschen zu wenig ändert, kann es das für die Partei für lange Zeit gewesen sein.
Denn das in sie gesetzte Vertrauen wird schnell und für lange Zeit verloren gehen, wenn sie hier in Berlin erneut - wie bei den letzten Regierungsbeteiligungen (insbesondere 2001-2011, aber auch 2016-2023) - keinen Mut für wirklich linke Politik haben und staatstragend jeden neoliberalen Mist mitverantworten